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Landesregierung vermittelt im Kölner Hafenstreit

Verantwortlicher Autor: Jochen Raffelberg Köln, 05.04.2018, 11:39 Uhr
Presse-Ressort von: Joachim Raffelberg Bericht 5698x gelesen

Köln [ENA] Die NRW-Landesregierung vermittelt zur Beendigung der Rheinauhafen-Krise in Köln und versucht, eine “schnelle und tragfähige Vereinbarung” im Interesse aller Betroffenen zu erarbeiten. In einem Schreiben des Düsseldorfer Verkehrsministeriums heisst es, die Vereinbarung solle nicht nur den Bau von Dalben und Stegen beinhalten, sondern auch die Unterhaltung von Liegestelle und Autoabsetz-Anlage sichern.

Das Ministerium bekannte sich gegenüber der Europäischen Vereinigung der Binnenschiffer zu seiner soziale Verantwortung für die Binnenschiffer. Den zunehmenden Wegfall von Liegestellen am Rhein beobachte es mit Sorge. Die Binnenschifffahrt sei “immer ein zuverlässiger Verkehrsträger gewesen und hat eine hohe Relevanz für logistische Abläufe” im Land. Entsprechend hoch sei auch das Interesse, gute und sichere Arbeitsbedingungen für die Binnenschiffer zu schaffen und zu erhalten. Daher habe es bereits intensive Gespräche mit der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt des Bundes (GDWS) geführt, um den Sachverhalt näher zu erörtern.

Da die Kaimauer der Liegestelle nicht für die Zugkraft heutiger Schiffe ertüchtigt werden könne, komme nur eine alternative Lösung infrage. Diese müsste die Errichtung von Dalben in der Wasserfläche vor der Kaimauer sowie daran angeschlossene Stege zum Landgang beinhalten. Gerade in Bezug auf die Stege herrsche jedoch noch Uneinigkeit zwischen den Beteiligten. Dem Ministerium für Verkehr sei aber sehr daran gelegen, diesen für alle Seiten unbefriedigenden Zustand zu beheben und zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.

Auf €50.000 schätzen die Kölner Hafenbetriebe HGK den Schaden, den vermutlich zwei Frachter beim Anlegen am Rheinaukai während des Hochwassers im Dezember 2017 und Januar dieses Jahres verursacht haben. Laut Hafenbetreiber ermittelt die Wasserschutzpolizei. Die HGK hatte ein unbefristetes Anlegeverbot erwirkt, weil bei den Unfällen Festmach-Einrichtungen aus dem Kai gerissen worden waren. Dagegen hatten die Schiffer lautstark mit ihren Signalhörnern protestiert, die Aktion nach einer städtischen Anhörung jedoch bis zum 20. April ausgesetzt.

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